Dieser Artikel fiel mir besonders schwer. Besonders schwer, weil ich Filme genau ansehen mußte, die man sich nicht anschauen kann wenn einigermaßen sozialisiert ist. Die Links zu diesen Filmen sind im Text deshalb auch nicht anklickbar. Insbesondere den letzten Film sieht man sich besser gar nicht an. Er dient lediglich der Beweisführung.
Es geht um Schockvideos, mit denen PeTA seit Jahren Spenden generiert und mitfühlende Menschen zur veganen Lebensweise umerziehen will. Was die Wenigsten jedoch wissen: Bei PeTA heiligt der Zweck die Mittel. Je grausamer der Film ist, desto besser ist das für PeTA. Und es wird veröffentlicht, egal wie grausam es ist. Doch wirklich Grausames scheint schwer zu beschaffen, weshalb PeTA schon länger unter Verdacht steht, gestellt Filme zu veröffentlichen.
Der Blog-Eintrag beschäftigt sich mit der Frage: Wie weit geht PeTA eigentlich, wenn der Zweck die Mittel heiligt?
Beginnen wir mit einer harmlosen Meldung:
Auf und davon sei der Tierpfleger, der die Zirkuselefanten mit Stockhieben und Haken malträtiert habe. So lautet die Aussage eines Dompteurs, dessen Elefanten dieses Jahr beim Ulmer Weihnachtszirkus auftreten sollen. Zuvor war ein Video von Peta aufgetaucht, das die angeblichen Mißhandlungen der Tiere beweisen sollte. Elefanten gequält, Film gedreht, anschließend getürmt? Aber wer glaubt dem Dompteur jetzt noch, der diesen Film für gestellt hält? PeTA hat ihn als Tierquäler für den Profit gebrandmarkt und Tierquälern glaubt man nicht.
Auf und davon sind auch die zwei Pächter des Hühnerzuchtbetriebes der Firma Wiesenhof. Sie kündigten ihr Vertragsverhältnis, nachdem sie PeTA – nach eigener Aussage – monatelang in ihrem Stall Tierquälereien mit versteckter Kamera filmen ließen.
Wie glaubhaft ist deren Geschichte und wie glaubhaft sind die Aufnahmen?
Da zoomt und schwenkt eine angeblich versteckte Kamera plötzlich ganz nah heran, um besonders Verwerfliches zu dokumentieren. Künstliche Intelligenz ist zwar im Kommen, aber woher diese Kamera weiß, daß es jetzt ganz besonders grausam wird, erklärt auch der technische Fortschritt nicht. Diese Kamera wird von Hand gesteuert und derjenige, der das tut, weiß was der Tierquäler vor hat. Trifft den rechten Arm zur spektakulären Großaufnahme zur rechten Zeit:
www.youtube.com/watch?v=g2Fj06hEJgE
Und hier weiß der Installateur der versteckten Kamera genau wo im großen Stall einer besonders grausam Hühner einpacken wird und installiert das Ding ganz nah auf Brusthöhe:
www.youtube.com/watch?v=HkBqOq9-HDo
Ab Minute 4:49 sind es sogar gleich zwei Kameras, die diese Szene in verschiedenen Winkeln filmen:


Die ARD sendet mehrfach diese Bilder. Das letzte Mal im Herbst unter dem Titel “Das System Wiesenhof”. Davor in der Sendung “Report”. Eigene Bilder aus den Ställen von Wiesenhof besitzt die ARD nicht. Bei den Aufnahmen aus den Ställen verläßt sie sich voll und ganz auf Peta.
Die ehemalige Pächterin gibt derweil auf allerlei Kanälen Interviews und kann trotz gewaltiger Heulnummer nicht erklären,
- weshalb sie als zartbesaitete Friseurin überhaupt Pächterin eines konventionellen Hühnerbetriebes wurde.
- weshalb sie die toten Vögel im Stall nicht ordnungsgemäß aussortiert hat.
- weshalb sie nicht eingeschritten ist, wenns doch so schlimm war. Zur Not per Polizei.
- weshalb sie statt dessen PeTA einschaltet und Monate zusieht, damit PeTA in Ruhe filmen kann.
Und so mimt sie die Hilflose, die doch Alles – außer Stall aufräumen und Einschreiten – getan habe. Es wird nicht mal klar, was sie überhaupt auf diesem Hof gearbeitet hat. Wenn man ihr so zuhört, drängt sich der Eindruck auf: Nichts. Sie verliert nicht ein Wort darüber, was denn nun eigentlich ihre Aufgabe war, wenn diese nicht aus der Versorgung der Hühner bestand.
Sie und ihr Partner hätten den Hof gepachtet, weil sie es besser machen wollten. Tote Hühner wegräumen scheint nicht zum “besser machen” gehört zu haben. Statt Tierpflege fand Tierkadaverfilmen mit PeTA statt.
Die Firma Wiesenhof läßt kurz nach der ersten Ausstrahlung verlauten, es dränge sich der Verdacht auf, die zwei seien von PeTA instrumentalisiert worden. Das ist nett gesagt. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, die zwei haben das gepachtet um in Ruhe Tierquälerfilme für PeTA drehen zu können.
Manipulationen von Videos sind bei den sogenannten Tierrechtsorganisationen nichts Neues. So wurden schon Wildtiere in mit Fallen gespickte Gehege gesperrt, um die Grausamkeit der Fallenjagd zu filmen und Inuit bezahlt, damit sie Robben lebend häuten.
Lebend gehäutet werden auch angeblich Marderhunde/Tanukis in China. Marderhunde werden laut PeTA in China lediglich wegen des Fells gezüchtet und getötet. Das ist schon mal nicht korrekt. In China sind Marderhunde auch Essen. Das mag uns komisch vorkommen, ist aber nüchtern betrachtet nicht weniger nett als das Essen eines Kaninchens.
Was man essen will, tötet man freilich nicht mit freundlicher Einschläferei. Rückstände von Medikamenten oder Gasen würden das Fleisch für den menschlichen Verzehr kontaminieren. Auch unsere Schlachttiere werden ohne derartige Hilfsmittel getötet.
Und so gelingen PeTA Aufnahmen, die 2010 veröffentlicht werden, auf denen Marderhunde durch Betäubung und Genickbruch getötet werden. Die Aufnahmen entstanden in der Provinz Hebei auf einem Markt. Die Tiere leben nicht auf diesem Markt, sondern werden dort von Klein- und Großbauern zum Verkauf gebracht. Im Gegensatz zu uns, suchen andere Kulturen ihre Tiere gerne lebend aus und nicht als abgepacktes Schnitzel.
www.youtube.com/watch?v=-NjUcN2xQL8
Wie bei jeder Schlachtung zeigen die Tiere noch Muskelzuckungen, die uns PeTA als “nicht ganz tot” verkaufen möchte. Tatsächlich ist jedoch ersichtlich, daß die Bauern sehr wohl professioniell und ohne viel Quälerei ihre Marderhunde schlachten. PeTA bleibt letztlich nichts anderes übrig, als einen Vorgang, der in Deutschland ebenfalls tausendfach in Schlachthöfen praktiziert wird, als grauenhaft zu verkaufen. Warum macht PeTA das? PeTA steht etwas unter Druck, denn zuvor vermarktete PeTA bereits ein ganz anderes Video:
Und dieses hat es in sich. Wer das ansehen will, der braucht viel Distanz und einen besonders guten Magen. Der Schweizer Tierschutz STS will 2004 gefilmt haben, daß die Tiere auf diesem Markt tatsächlich lebend gehäutet werden. In der Tat sind gleich zwei Häutungen bei lebendigem Leibe zu sehen. Allerdings nur von zwei Männern. Beide brauchen trotz diverser Filmschnitte unendlich lange, um überhaupt an das Fell zu kommen. Sie werden beinahe gebissen. Letztlich stellt sich einer der Männer hilflos auf den Kopf des Tieres. Keiner der Beiden sieht dabei so aus, als habe man derartiges schon öfter gemacht. Hat man wohl auch nicht, denn was Idiotischeres kann man kaum tun, als ein großes, mit heftigen Zähnen bewaffnetes Tier, lebendig zu häuten wenn so etwas tot wesentlich einfacher und schneller geht.
www.youtube.com/watch?v=8nI9vlTFqeo&feature=related
Der Schweizer Tierschutz STS verlautbart dazu:
http://www.tierschutz.com/pelz/more/pelzbericht_d.pdf
Gemäss unseren Beobachtungen vor Ort bleibt ein
Grossteil der Tiere während des ganzen Prozesses bei vollem Bewusstsein!
Das Video von Peta aus dem Jahre 2010 kann derartige Aufnahmen nicht wiederholen, obwohl sich PeTA bestimmt Mühe gegeben hat einen echten Schocker zu drehen. Vielmehr dokumentiert dieses einen Stapel toter Marderhunde, deren Besitzer sich offenbar sicher sind, daß sie nicht mehr aufstehen und davon laufen.
Der STS weiter:
Während und nach dem
Fellabziehen kommen viele Tiere wieder zu Bewusstsein und bewegen sich. Die Arbeiter
benutzen nachträglich den Messergriff, um den Tieren auf den Kopf zu schlagen, bis
sie sich nicht mehr bewegen, oder sie treten auf Hals und Nacken, um die Tiere zu ersticken.
Gezeigt wird genau ein Arbeiter (?), der das tut. Ein sauberer, verwertbarer Pelz ist für ihn jenseits des Erreichbaren. Beide Arbeiter (?) zerfetzen vielmehr das Fell der Tiere, weil sie eine Unmöglichkeit versuchen. Von effektiver Arbeit kann keine Rede sein.
Den Film gedreht haben laut STS
http://www.tierschutz.com/media/010205/texte/referat_lienhard.pdf
Personen asiatischer Nationalität, welche
den Film mit verdeckter Kamera gedreht haben. Sie sind ein grosses persönliches
Risiko eingegangen und sie müssten auch jetzt noch um ihr Leben fürchten, wenn ihre
Identität bekannt würde. Im Film haben wir deshalb sogar ihre Stimmen verfälscht.
Klingt glaubhaft. Ist es aber nicht.
Im Jahr 2007 besitzt PeTA offenbar wie durch Geisterhand die Rechte an dem Snuff-Video und versilbert die Szenen auf unvorstellbare Art. Sie tauchen plötzlich am Anfang der drittklassigen Horror-Blutspritz-Splatter-Produktion SEED des Regisseurs Uwe Boll auf. Für die Bereitstellung der Tierquälerei kassiert seither PeTA 2,5% der Tantiemen. PeTA frohlockt:
http://www.peta.de/web/peta_stellt_echte.1321.html
In Bolls Film SEED werden Szenen aus chinesischen Pelzfabriken gezeigt, auf denen zu sehen ist wie Hunden bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen wird. Das Bildmaterial ist echt und so werden erstmals in einem Kinofilm authentische Bilder von Grausamkeiten an Tieren, so genanntes Snuff-Material, eingesetzt. Die Szenen wurden von PETA heimlich gedreht und dem Boll-Film zur Verfügung gestellt.
Nun haben wir also schon zwei Tierschutz-Organisationen, die diesen grausamen Snuff-Shit gedreht haben wollen. Der Schweizer Tierschutz/East international und PeTA.
Und bei PeTA klingelt die Kasse. Kasse machen mit Tierqual. Ist es das nicht, was PeTA der Fleisch- und Pelzindustrie vorwirft?
Aber wer hat den Film denn nun wirklich gedreht?
Die europäische Pelzindustrie bittet den STS um die Herausgabe des gesamten sechsstündigen Filmmaterials und bekommt dieses nicht. Ist es nicht spektakulär genug? Es wurden sechs Stunden gefilmt und von den “vielen Tieren”, die der STS und PeTa uns als lebendig gehäutet verkauft, bleiben ganze zwei übrig? Das läßt nicht darauf schließen, daß diese Methode Standard in China ist. Und wenn das kein Standard ist, weshalb gibt es dann diesen abartigen Film? Was muß man tun, um einen solchen Film zu drehen?
Letztlich bleibt die unheimliche Ahnung, daß sich diese Sauerei nur für den STS und PeTA gelohnt hat. Vor dem Hintergrund des großen Zieles von PeTA – einer veganen Menschheit – ist es kein zu hoher Preis Einzelne Kreaturen bestialisch zu quälen. Schließlich glaubt nun die halbe Menschheit, in China häute man Tiere auf irrsinnige Art und Weise. Effektiver kann man eine Antipelz-Kampagne nicht führen. Alles ist entsetzt. Selbst in hartgesottenen Splatterfilm-Foren findet sich kaum einer, der den Anfang des Filmes SEED erträgt. Die Welt würgt… nur den Chinesen wird nachgesagt, daß sie sowas eiskalt, tagtäglich und “an vielen Tieren” ertragen. Logisch, oder? Sind doch Chinesen… keine Menschen.
Und auch unser elefantenprügelnder Tierpfleger, namens “Auf und davon”, macht ebenfalls Fortschritte. Der Bundesrat möchte derzeit ein Wildtierverbot in Zirkussen durchsetzen. Ein bißchen mehr Druck kann ja nicht schaden.
Und die Hühner von Wiesenhof? Ihnen sei zum Troste gesagt:
Der Zweck heiligt die Mittel